Balkan-Motorrad-Tour

Ein Reisebericht von Roland Ertl

Roland Ertl, Erwin Hennebichler, Wihlhelm Dürnitzhofer, Johann Schramml, Manfred Weissinger, Herbert Kitzler, Helmut Wenigwieser, Fritz Weissinger und Führungsfahrer und Finanzbuchhalter  Manfred Haslinger (Leader of the Gang) eroberten per Motorrad den Balkan.

Hier sein Reisebericht:
Wir sind am Mittwoch, den 22. Mai um 6:00 Uhr nach einem ausgiebigen Frühstück bei Waltraud’s Würstelstand in Groß Gerungs gestartet. Das Ziel am 1.Tag war Jablanovec  Kroatien ca. 650 km hauptsächlich Autobahn. Am 2.Tag ging es nach Bosnien Herzegowina , Mostar mit einer wunderschönen Altstadt. Natürlich machten wir auch in Medjugorje Station.

Tag 3 führte uns wieder zurück nach Kroatien zur Küste, wo wir in Dubrovnik Halt machten. Billig ist es nicht (eine Stadtrunde auf der Ummauerung kostet 27,00 € ). Es hat seit der Serie “Games of Thrones” ein richtiger Run auf diese Stadt begonnen.

Die nächste Station war Montenegro Kotor. Jeder der einmal einen Luxusdampfer ganz nah erleben will , ist dort richtig. Die Schiffe legen direkt neben der Straße an. Die Landschaft, die Leute und die Unterkunft waren wunderschön. Wir haben uns dort ein kleines Speedboot gechartert und sind den ganzen Tag am Meer herumgedüst. Danach ging es weiter nach Pec in den Kosovo. Dort haben wir ein Hotel gefunden , wo wir die ersten Gäste waren. 4 Sterne mit tollen Zimmern samt a la carte Küche, Preis pro Person mit Frühstück 20,00 €.

Wir fuhren weiter nach Albanien. Das Jahreseinkommen in Albanien beträgt 3400,- €. Zum Vergleich, Benzin kostet pro Liter 1,40 €.  Also der Verkehr hält sich in Grenzen. Das beliebteste Auto ist ein Mercedes in grau. Albanien hat den längsten Sandstrand , der schon sehr gut ausgebaut (Hotels) ist. Da wir zeitlich sehr gut dabei waren , sind wir mit der Fähre rüber nach Korfu geschippert. Die Inselrunde mit den Motorrädern war geil (Baden inklusive).

Nächsten Tag sind wir mit der Fähre wieder rüber nach Igoumenitsa Griechenland, wo wir noch eine feucht-fröhliche Nacht verbrachten. Nach über 25h Überfahrt, sind wir in Venedig wieder auf unsere Böcke aufgestiegen und über Udine und Slowenien bis nach Bad Kleinkirchheim gedüst ,wo wir unsere letzte Nacht im Haus Maria verbrachten.

Der letzte Tag war leider von einem „kleinen“ Missgeschick überschattet. Zwei Motorräder mussten wir zurücklassen und das Krankenhaus aufsuchen. Aber Gott sei Dank ist alles noch ziemlich glimpflich ausgegangen. Wir kamen alle noch am selben Tag nach Hause.

Zusammenfassend war die Reise sehr informativ. Jetzt wissen wir wieder, wie schön es bei uns ist. Das Müllproblem ist riesengroß, Naturschutz ein Fremdwort,  die Lebensbedingungen ausbaufähig, die Kriegsländer wieder aufgebaut,  Albanien das nächste Urlaubsland.

Zum Schluss ein großes Dankeschön an Pachtrog Hans , der leider nicht mehr fährt ,aber uns trotzdem unterstützt bei der Planung. Ohne Ihn wären wir an den schönsten Plätzen vorbeigefahren.
Ein Dankeschön auch an meine Bikerfreunde und unsere Leiberlsponsoren.
Roland Ertl

Bilder von dieser Bikertour in der Fotosammlung … (herzlichen Dank an Roland Ertl für Bericht und Fotos)