Leichte Verwirrung bei der Stromabrechnung

Die derzeit zugestellten Stromrechnungen sorgen vielerorts für Diskussionen

In diesen Tagen flattern in unserer Region die Stromrechnungen ins Haus. Aufgrund der medialen Berichterstattung über Strompreiserhöhungen haben viele Verbraucher sich zuerst einmal hingesetzt, bevor der Brief geöffnet wurde.

Soviel bisher bekannt wurde, gab es bei den meisten Verbrauchern ein Aufatmen, eine exorbitante Nachzahlung blieb zumeist erspart, ja sogar Guthaben bei der Endabrechnung haben sich ergeben. Dabei liegt auch da wieder der Teufel im Detail, weshalb man sich nicht zu früh gefreut haben sollte:

Abgesehen davon, dass bei so manchem Abnehmer der Verbrauch an sich rückläufig war, sollte man den Positionen die unter “Netzkosten” verrechnet werden, besondere Beachtung schenken.

Als Entlastung für die Stromkunden wurden nämlich die Ökostromabgaben für das Jahr 2022 ausgesetzt. Das erkennt man in der Abrechnung daran, dass diese Kosten nur bis 31.12.2021 in Rechnung gestellt wurden. Das soll im Durchschnitt um die 100,00 Euro, übers Jahr gerechnet, bringen. Auch wurde für den Zeitraum 01.05.2022 bis 30.06.2023 die Elektrizitätsabgabe von 1,50 Cent auf 0,10 Cent je Kilowatt gesenkt. Das bringt bei einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowatt auch um die 50,00 Euro pro Jahr. Da diese Regelung aber erst seit Mai gilt, tritt diese Ersparnis zum größten Teil erst nächstes Jahr ein.

Am besten ist, man vergleicht die Gesamtsumme der Netzkosten mit denen auf der Vorjahresrechnung und zählt da noch die Ust dazu. Und dass das dicke Ende erst noch kommt, kann man aus der Tatsache ableiten, dass die neuen Teilbeträge in Summe zumeist ordentlich mehr ausmachen als die heurige Gesamtjahresrechnung. Das ist ein untrübliches Zeichen für noch kommende Preiserhöhungen.

Was aber zu den meisten Diskussionen führt, ist der Umstand, dass bei so vielen Stromkunden der vielgepriesene Energiebonus-Gutschein im Wert von 150,00 Euro nicht abgezogen wurde. Obwohl diese Gutscheine schon vor Monaten eingereicht wurden, ist das Bundesrechenzentrum offensichtlich mit der Weitergabe dieser Gutscheine an die jeweiligen Energieversorger heillos überfordert. Somit werden diese Kunden ein weiteres Jahr auf dieses Geld warten müssen. Sie dürfen sich aber dauernd anhören, wie viel die Regierung eh schon für die Bürger gemacht hat. Mit glorreichen Ankündigungen und Selbstbeweihräucherung kann man aber keine Suppe kochen. Eine Versicherungswerbung lautete einmal: “Wer schnell hilft, hilft doppelt”! Das dürfte in die Regierungsetagen leider nicht vorgedrungen sein.

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