In erster Linie möchte ich Mensch sein

Die Pfarre Etzen feierte das 45-jährige Priesterjubiläum ihres Pfarrers

Der 15. August 2026 war für die Pfarre Etzen ein doppelter Feiertag: Neben dem Marien-Feiertag wurde im Anschluss an eine Festmesse der Pfarrherr DDDr. Pater Martin Strauß anlässlich seines 45-jährigen Priesterjubiläum geehrt.

Zu diesem Anlass waren nicht nur viele Pfarrangehörige gekommen, auch die Politik in Person von Bgm. DI Christian Laister und Vbgm. Josef Maurer waren erschienen. Dazu kamen die Kommandos der Feuerwehren Etzen, Groß Meinharts und Ober Neustift. Auch eine Abordnung der Landjugend und fast alle Ministranten waren anwesend.

Nach der hl. Messe übernahmen Bgm. Laister und Vbgm. Maurer das Mikrofon und gratulierten Pater Martin zu diesem persönlichen Jubiläum. “Nur wenige sind in der Lage, in den Predigten die Dinge derart aufzubereiten, wie es Pater Martin kann”, meinte der Bürgermeister. Die “Gemeindeoberen” dankten für die jahrzehntelange Tätigkeit als Pfarrer der Pfarre Etzen, in der Pater Martin im wahrsten Sinne des Wortes als “Seel-Sorger” wirkt. Bgm. Laister überreichte im Namen der Stadtgemeinde eine Ehrenurkunde und Vbgm. Maurer übergab ein Präsent für das leibliche Wohl.

Darauf folgte UA-Kdt. Robert Liebenauer mit seiner Gratulation im Namen der drei Feuerwehren. Er hob die 45 Jahre im Dienst der Kirche hervor und hier vor allem den Dienst am Menschen. Das bedeute unzählige Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten und Feste, aber auch viele schwere Stunden, Abschiede und Momente, in denen Menschen Trost und Unterstützung benötigen.

Robert Liebenauer stellte auch die Verbindung zwischen Feuerwehr und Kirche her, heißt der Feuerwehr-Leitspruch doch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Es steht bei beiden der Mensch im Mittelpunkt. Da zu sein, wenn man gebraucht wird, zu helfen, wo Hilfe notwendig ist, und Gemeinschaft zu leben und zu stärken.
Er überreichte dem Jubilar ein Geschenk der drei Wehren, das er für seine ganz persönlichen Bedürfnisse verwenden kann.

Danach kamen die Ministranten zum Einsatz. Maria Haas hatte ein Gedicht zu Pater Martins Lebenslauf verfasst, dass von den Kindern abwechselnd verlesen wurde.

Die treffendsten Aussagen darin waren.

  • Ob Hochzeit, Taufe, Traurigkeit, für deine Pfarre bist du stets bereit.
  • Deine Predigten sind ein echter Hit,
    da denkt und fühlt ein jeder mit.
    Du sagst deine Meinung auch ganz privat,
    womit so mancher etwas zum Nachdenken hat.

Auch ein Lied (“Engel mögen dich begleiten”) hatte Maria Haas umgedichtet, das sie mit Unterstützung von Andrea Scheidl mit vier Solosängerinnen einstudiert hatte.

Danach ergriff Johann Grünstäudl das Wort und gratulierte als Obmann-Stv. des Pfarrgemeinderates der Pfarre Etzen. Er widmete sich vor allem den Stationen im Priesterleben von Pater Martin:

  • Vor 50 Jahren Eintritt in das Stift Zwettl
  • Priesterweihe am 26. Juni 1981  im Stift Zwettl durch Bischof Dr. Franz Zak
  • Jahrelanger Krankenhaus-Seelsorger im Krankenhaus Zwettl 
  • Viele Jahre  als Religionslehrer in der Krankenpflegeschule Zwettl, am Edelhof, an der Hauptschule in Stift Zwettl, aber auch in unserer kleinen feinen Schule in Etzen

“Allein dieser schulische Einsatz lässt erahnen, wie sehr ihm die Jugend am Herzen liegt” meinte Grünstäudl in diesem Zusammenhang.

Schließlich wies er noch darauf hin, dass man nicht vergessen sollte, dass Pater Martin nunmehr schon seit 32 Jahren unermüdlich als Pfarrer in der Pfarre Etzen im Einsatz ist. Er wünschte ihm und der ganzen Pfarrgemeinde, dass er noch viele Jahre hier in Etzen wirken kann und schloss sich mit dem Geschenk des Pfarrgemeinderates dem Präsent der Feuerwehren an.

Schlussendlich gratulierte noch die Landjugend Groß Gerungs in Person von “Tausendsassa” Elisa Hahn. Sie bedankte sich für das große Verständnis, das Pater Martin immer wieder der Jugend entgegenbringt und verwies dabei stellvertretend auf die Landjugendmesse jeweils am 6. Jänner. Als Geschenk überreichte Julian Hahn ebenfalls etwas für das leibliche Wohl.

Nach Abschluss der Feierlichkeiten ergriff nochmals Pater Martin das Wort und bedankte sich für alle Nettigkeiten, die ihm an diesem Tag bereitet wurden. Er meinte, er wolle sich weiterhin in Bescheidenheit üben und vor allem – siehe Titelzeile – in erster Linie Mensch sein, so wie einst Jesus Mensch geworden ist.

Niklas Hahn spielte dann noch auf seiner Steirischen Harmonika das Auszugslied. Vor der Pfarrkirche wartete schon der Pfarrgemeinderat mit einer Agape. Das prächtige Feiertagswetter verführte dabei viele zu längerem Bleiben.

Selbstverständlich war Franz Kitzler auch an diesem großen Tag wieder mit der Kamera dabei. Hier seine Fotos in der Fotosammlung ...

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