Die Garden waren angetreten

Als lebendige Garden der Nächstenliebe bezeichnete Pater Martin auch heuer wieder die Feuerwehren anlässlich der Florianifeier

Am 3. Mai 2026 waren auch in Etzen die Feuerwehren zu Ehren ihres Schutzpatrons, des hl. Florian, angetreten. Gleichzeitig wurde auch der Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht.
UA-Kommandant Robert Liebenauer hatte anlässlich dieses Festes die Feuerwehren von Etzen, Groß Meinharts und Ober Neustift unter seinem Kommando. Die Ausrichtung des Festaktes samt Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal oblag heuer der FF Etzen.

Kdt. Grünstäudl erzählte in seiner kurzen Ansprache von einer kleinen Reise nach St. Florian ins Augustiner Chorherrenstift, das dem Wirken des Schutzpatrons gewidmet ist und auch vom lebendigen Feuerwehrmuseum in St. Florian.
Er wies darauf hin, dass auch in der Pfarrkirche Etzen beim Altar eine Statue des hl. Florian steht. Dieser ist nicht nur für die Feuerwehren, sondern auch für Hafner, Binder, Schmiede, Bäcker, Rauchfangkehrer und sogar für die Bierbrauer der Schutzheilige.

Kdt. Grünstäudl rief auch zum Gedenken an die seit der letzten Florianifeier verstorbenen Kameraden auf, nämlich an Franz Schrammel aus der FF Etzen und Alfred Hahn aus der FF Groß Meinharts.

Danach übernahm UA-Kdt. Liebenauer das Wort und wies darauf hin, dass die Feuerwehren eine tragende Säule der Sicherheitsarchitektur für Gemeinde, Land und Bund seien. Sie vereinen Professionalität und ehrenamtliches Engagement. Sie retten, löschen bergen und schützen, oft unter Einsatz des Lebens und trotz wachsender Anforderungen. Und das nicht nur bei Bränden, sondern auch bei der Verkehrssicherheit, technischen Einsätzen und in Katastrophenfällen.

Zum Abschluss lieferte er noch einige Fakten zu den Feuerwehren:

  • Höchste Professionalität: Freiwillig bedeutet nicht unprofessionell. Die Ausbildung ist auf höchstem Niveau.
  • Ehrenamt mit Risiko: Die Mitglieder riskieren ihre Gesundheit und opfern Freizeit, um anderen zu helfen. Sie sind zumeist die ersten am Einsatzort und geben den Betroffenen Sicherheit, mit ihrem Unglück in der ersten Phase richtig umzugehen.
  • Gesellschaftliche Funktion: Feuerwehren sind “Lichtinseln” in der Gesellschaft
  • Kameradschaft: Der Zusammenhalt ist zentral und trägt die Arbeit, besonders in schwierigen Situationen.

Liebenauer verwies aber auch darauf, dass die Feuerwehren trotz Unterstützung von öffentlicher Seite gezwungen sind, die Ausrüstung durch Veranstaltungen und Spenden zu finanzieren.

Leider werde es immer schwieriger, Freiwillige zu finden. Das macht die Zukunftssicherung zur Herausforderung. Dass die Sorge um Nachwuchs berechtigt ist, zeigte sich daran, dass heuer weder ein neues Feuerwehrmitglied anzugeloben war noch jemand zur Feuerwehrjugend aufgenommen werden konnte.

Nach dieser Ansprache wurde zum Abschluss der Feier die Landeshymne gespielt. Das erfolgte durch die Musikkapelle Marbach. Die hatte die ganze Feier umrahmt und auch den musikalischen Teil der Messe perfekt gestaltet.

Und hier ein paar Fotos von dieser Feier …

Beitrag teilen
Etzen Live